Schulmedizin versus TCM

Veröffentlicht am von

Schulmedizin

Bei der westlichen Schulmedizin wird analytisch vorgegangen. Die Diagnose der westlichen Medizin wird durch Laborwerte, Röntgenstrahlung, Ultraschall, Endoskopie, Biopsie, MRT, Computertomographie etc. festgestellt. Die Krankheit wird isoliert betrachtet und behandelt. Daher geschieht die Behandlung in den meisten Fällen nur symptomatisch. Durch die Isolation einer Krankheit wird nur ein Bereich des Körpers behandelt. Im Vordergrund steht der festgestellte Befund und nicht das umfassende Befinden des Pati­enten.

Patien­ten, die keine pathologischen Befunde wie schlechte Blutwerte, kritische Röntgenbilder usw. aufweisen, finden in dieser Analyse keinen Platz. Sie sind nicht „krank“ oder nicht „richtig krank“, sondern haben nur Befindungsstörungen wie Nervosität, Reizbarkeit, Niedergeschla­genheit, Depression, Hitzeempfindungen oder Konzentrationsstörungen.

Zwar überzeugt die westliche Heilkunde im akuten Fall. Aber eine wirklich erfolgreiche Therapie bei chronischen Erkrankungen oder bei funktionellen Beschwerden kann sie den Patienten nicht immer bieten.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die Heilkunde, die sich in China seit mehr als 2000 Jahren herausbildete, wird als traditionelle chinesische Medizin, kurz als TCM, bezeichnet. Diese Heilkunst verbreitete sich im ostasiatischen Raum, vor allem in Vietnam, Korea und Japan. Daher nannte man diese Heilkunst in Asien die traditionelle asiatische Medizin.

Sie umfasst verschiedene therapeutische Verfahren – u. a. Arzneimitteltherapie, Akupunktur (mit Moxibustion, Schröpfen, gua sha), Tuina, Diätetik, Qi Gong/Taiji Chuan – die auch als „fünf Säulen“ der Traditionellen Chinesischen Medizin bezeichnet werden.

Die chinesischen Ärzte sehen eine Krankheit nicht als isoliertes Problem, sondern als eine Disharmonie zwischen Körper, Seele, Geist und dem sozialen Umfeld. Daher versuchen sie diese Disharmonie wieder in Einklang zu bringen, damit die Lebensenergie (Qi) in Beziehung zur Natur wieder frei fließen kann. Deshalb  spricht man bei der chinesischen Medizin auch von einer Ganzheitsmedizin. Sie gilt als alternativ- oder komplementärmedizinisches Verfahren.

Qi ist die Lebensenergie, die alle Lebensfunktionen wie Atmung, Verdauung, Körperbewegungen beinhaltet.

Ist der Energiefluss gestört, können Krankheit und Schmerzen die Folge sein. Verschiedene Faktoren können zu verschiedenen Krankheitsbildern führen, zum Beispiel Kälte, Wärme, falsche Ernährung oder psychische Belastungen.